• nathalie593

Was passiert mit unserem Müll?

Wir Deutschen produzieren so viel Müll wie sonst kein anderes Land in der EU: 18,7 Millionen Tonnen Verpackungsmüll waren es im Jahr 2017 – das sind ca. 226,5 kg pro Kopf! Der EU-Durchschnitt liegt dabei weit niedriger – bei ca. 167,3 kg pro Kopf. Dabei fallen 47 Prozent aller Verpackungsabfälle auf private Haushalte zurück. 2020, Corona lässt die Werte leider nicht besser werden, im Gegenteil. Es wird von 10% mehr Plastikmüll gesprochen, der seit März 2020 vor allem in den Haushalten aufgekommen sei.

Gründe für das stetig hohe und steigende Müllaufkommen sind schnell gefunden: Online-Lieferungen, Einweg-Boxen und –Becher, Einzel- statt Großverpackungen sowie aufwendige Dosierhilfen und Wiederverschließbarkeit von Verpackungen.

Besonders die beiden letzten Punkte haben dabei eine besondere Brisanz – das Recycling dieser ist immens schwierig.

Obwohl Deutschland als Mutterland der Mülltrennung gilt (wer kennt sie nicht – die 3 oder sogar 4 verschiedenen Mülltonnen im Hof?), von einer guten oder nachhaltigen Recycling-Quote kann man derzeit (noch) nicht sprechen: Papier oder Karton und Glas stechen zwar mit einer Quote von über 80% heraus, doch beim Kunststoffen gehen Experten von einer Quote von ca. 30 – 40 Prozent aus.

Auch hier sind die Gründe greifbar, besonders die falsche Sortierung (sogenannte „Fehlwürfe“) und die Zusammensetzung von mehreren Plastik-Materialien (somit wird weiteres Recycling nahezu unmöglich / zu teuer) sind hier zu nennen.

Das übrige Plastik wird entweder verbrannt, um damit Wärme oder Strom zu erzeugen, oder ins Ausland verkauft (zumeist Asien), wo die weitere Verwertung bzw. der Umgang ein eher größeres als kleines Fragezeichen aufstellt.

Das ganze aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, lässt aber vielleicht auch einen Hoffnungsschimmer zu! Knapp die Hälfte des Plastik-Mülls fällt direkt bei uns – den privaten Verbrauchern an. Wenn wir hier anpacken und uns bemühen weniger Müll zu hinterlassen oder auf verpackungsärmere oder unverpackte Produkte zurückgreifen, können wir – jeder für sich -  einen Schritt in die richtige Richtung machen. Und durch unseren Konsum-Verzicht von Plastik den Herstellern den Schritt in die plastikfreie oder zu mindestens -ärmere Produktion ebenfalls klar aufzeigen.

Schaut doch Mal im vorherigen Post vorbei und lasst euch inspirieren, wie genau sich Müll im Alltag und vor allem beim täglichen Einkauf sparen lässt.

Ganz liebe Grüße

Nathi – Lose Liebe und dem heutigen externen Verfasser, der nicht genannt werden möchte.

 Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/ressourcen-abfall/abfallaufkommen#abfallintensitat




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